A


Abzugsstellung
So wird die Position des Zylinderkerns bezeichnet, in der das Herausziehen des Schlüssels möglich ist.

Altanlagenzuschlag
Zuschlag der Zylinderhersteller auf die Endpreise der Nachbestellungen zu bestehenden Schließanlagen. Wenn die Schließanlage 10 Jahre alt ist, beträgt dieser 15%. Wenn Sie 20 Jahre alt ist, beträgt er 30%. Aufgrund der größeren Aufwandes für die Dokumentation, Archivierung und vorhalten der Werkzeuge / Rohlinge.

Asymmetrische Zylinder
Hierunter versteht man Schließzylinder, deren Innen- und Außenseiten unterschiedliche Grundlängen haben.

Aufbaustifte
Aufbaustifte sind zusätzlich zu den Stiftzuhaltungen eingebrachte Sperrorgane, die die für die Funktion von Schließanlagen notwendigen zusätzlichen Trennungsebenen schaffen.

Aufbohrschutz
Zusätzliche gehärtete Stahl oder Bronzestifte im Zylinderkern und / oder Gehäuse um ein Aufbohren des Zylinders zu verhindern.

Auflauf- und Aushebeflächen
Auflauf- und Aushebeflächen am Schlüssel optimieren durch das Aussteuern und Ausheben die Hubbewegungen aller Stiftzuhaltungen im Zylinder.

Aufsperrsicherheit
Die Aufsperrsicherheit ist der Grad der Erschwerung, die Sperrorgane eines Schließzylinders gewaltlos mit Hilfsmitteln ohne Kenntnis des zugehörigen Schlüssels zerstörungsfrei zu überwinden.

B


Bandseite
Bezeichnet bei einer Tür oder einem Fenster die Seite, an der die Scharniere befestigt sind.

Beidseitige Schließbarkeit
Hierunter versteht man eine Technik, die es allen berechtigten Schlüsselbesitzern erlaubt, ein Doppelzylinder auch dann zu betätigen, wenn von der anderen Seite ein Schlüssel im Schlüsselkanal steckt.

BHE
Bundesverband der Hersteller und Einrichterfirmen für Sicherheitssysteme e.V. mit Sitz in Dittweiler.

Bohrmulden
Bohrmulden sind runde Einfräsungen im Schlüssel, die die Hubbewegungen der Stiftzuhaltungen im Zylinder steuern und kontrollieren.

Bohrmuldensysteme
Zylindersystem meist als Wendeschlüssel ausgelegt, bei dem auf einem flachen oder profilierten Rohling Bohrungen verschiedener Tiefen und Formen aufgebracht sind.

Bohrschutz (mechanisch)
Unter mechanischem Bohrschutz versteht man technische Einrichtungen
zur Abwehr von Angriffen durch Bohrgeräte. Beispielsweise: Stahlkörper, Hartmetallkörper, eingelassen im Zylinderkern und Zylindergehäuse.

Brandschutztür
DIN geprüftes Bauelement, diese Türart darf nicht verändert werden.

Buntbartschloss
Klassisches Zimmertüreinsteckschloss, Bedienung mit einfachem Gussschlüssel.

C


CEN
Comiteè Europeèn de Normalisation, Europäisches Komitee für Normung mit Sitz in Brüssel.

D


DIN
Deutsches Institut für Normung, mit Sitz in Berlin. (www.din.de)

Doppelbartschlüssel
Bartschlüssel mit Zacken auf beiden Seiten, dadurch höhere Anzahl verschiedener Schließungen, z.B. Tresore.

Dornmaß
Abstandsmaß bei Tür-Einsteckschlössern. Das Dornmaß wird von der Vorderkante des Einsteckschlosses bis zur Mitte der Nuss bzw. des Schlüsselloches ermittelt.

Druckzylinder
Hierunter versteht man kleine Rund- oder Ovalzylinder, aber auch Profil-Halbzylinder deren Arretierungsbolzen durch Eindrücken des Zylinders eine Sperrung auslösen, die nur durch eine Schlüsselbetätigung aufgehoben werden.

Durchgangsverschraubung
Besondere Befestigung nach DIN 18104-1 bei instabilen Wänden oder Steinen von innen nach außen.

E


Einsteckschloss
Schloss, welches in die vorgearbeitete Schlosstasche einer Tür eingesteckt wird. Für Holz-, Stahl- und Rohrrahmentüren (= Rohrrahmenschloss) lieferbar.

Entfernung
Maßbezeichnung bei Türbeschlägen. Gemessen wird von Mitte Türdrücker bis Mitte Türzylinder, z. B. 72 mm bei Wohnungstüren in Deutschland.

Entfernungsmaß
bezeichnet die Entfernung zwischen Mitte Profilzylinder bis Mitte Türknauf. In Deutschland bei Korridortüren 72 mm und bei Haustüren 92 mm.

F


Falle
Als technisch günstigste Fallenkopfform - bezogen auf die zur Verfügung stehenden Raummaße - kann man die um 45° abgeschrägte Falle bezeichnen. Alle Versuche, die Gleitfläche der Falle durch Formveränder-
ungen günstiger zu gestalten, haben Resultate gebracht, die nicht den Vorstellungen entsprachen.

Falz
Bezeichnung bei Türen und Fenstern für den Bereich, der am Türblatt oder Fensterflügel abgesetzt ist.

Falzluft
Spalt zwischen Rahmen und Flügel bei Türen und Fenstern.

Feuerschutzbeschlag
geprüfter Schutzbeschlag für Feuerschutztüren nach DIN 18273 (Feuerprüfung) und DIN 18257. (Einbruchprüfung)

Freilauffunktion
Funktion innerhalb der Zylinderschließnocken, die ein drehen des Schlüssels ohne entsprechende Nockenbewegung realisiert. Diese Funktion wird für bestimmte Schlosstypen und Schlüsselschalter benötigt. Angaben in Grad und Richtung.

G


Gefahrenschlüssel-Einrichtung
Die Gefahrenschlüssel-Einrichtung ist eine Technik, die es einem Nutzer erlaubt, bestimmte Doppelzylinder auch dann zu betätigen, wenn von der anderen Seite ein Schlüssel im Schlüsselkanal steckt.

Generalhauptschlüsselanlage (GHS-Anlage)
Sie ist eine Kombination aus mehreren Hauptschlüsselanlagen. Diese wiederum stehen für bestimmte Funktionsbereiche innerhalb des Gebäudes. An der Spitze der Pyramide steht der Generalhauptschlüssel.
Er ermöglicht unbegrenzten Zutritt in alle Räume. Die darunter angeordnet-
en Hauptgruppen Schlüssel erlauben den Zugang nur zu bestimmten Funktionsbereichen (Lager, Produktion, Verwaltung). Diese Funktionsbe-
reiche lassen sich mit Hilfe von Gruppenschlüsseln nochmals sicherheitstechnisch gliedern in einzelne Abteilungen. Anwendungsbereiche einer Generalhauptschlüsselanlage sind Industrieunternehmen, große Gewerbe- und Verwaltungsgebäude.

Gleichschließung
Ein Schlüssel für verschiedene Produkte, z. B. Türzylinder und Vorhangschlösser

H


Halbzylinder
sind Schließzylinder, die nur eine Verschluss-Seite haben. Erhältlich in allen Gehäuseprofil-Varianten.

Hantelstifte
So bezeichnet man hantelförmige Kernstifte, welche beim Nachschließen das Abtasten und das Durchdrücken in den Schließkanal durch seitliches Abkippen erschweren.

Hauptschlüsselanlage (HS-Anlage)
Sie wird dann eingesetzt, wenn nur wenige Schlüsselbesitzer Zugang zu allen Räumen und Einrichtungen des Hauses haben sollen. Das Prinzip lautet: Jede Tür kann mit einem eigenen Schlüssel geschlossen werden. Keiner dieser Schlüssel kann eine andere Tür schließen. Übergeordnet gibt es einen Hauptschlüssel – damit lassen sich alle Türen schließen. Anwendungsbereiche einer Hauptschlüsselanlage sind Einfamilienhäuser, kleine Verwaltungs- und Gewerbegebäude.

I


IKS
Zusammenschluss von Zylinderherstellern als Marketinginstrument, wurde 2001 aufgelöst.

ISO
International Organization for Standardization, Internationale Organisation für Normung mit Sitz in Genf.

K


Kastenschloss
Türzusatzschloss für Hauseingangs- oder Wohnungsabschlusstüren.

Kennkarte
Eine Kennkarte ist ein Ausweis des Eigentümers von Einzelzylindern, als Berechtigungsnachweis für Ersatzbestellungen, die nur vom Fachhandel ausgeführt werden können.

Kernhalteringe
Kernhalteringe sind Messing- oder Stahlklammern, die als Verbindungs-
elemente zwischen Innen- und Außenkern mit Einbeziehung der Kupplung dienen.

Kernkopfnut
Unter der Kernkopfnut versteht man die Ausfräsung des Zylinderkernkopfs als Aufnahme der Schlüsselschulter und zur besseren Übertragung des Drehmoments.

Kernschutzscheibe
Drehbare Metallscheibe, die in der Zylinderabdeckung des Schutzbeschlag-
es unmittelbar vor dem Zylinderkern sitzt und das Aufbohren verhindert. Ein schmaler Schlitz gestattet aber das ungehinderte Einführen des Schlüssels in den Zylinderkern.

Knaufzylinder
Türzylinder mit innen liegendem Drehknopf. Verriegelung von innen ohne Schlüssel. Nicht bei Türen mit Glaseinsatz!

Konventionelle Schließsysteme
Unter dieser Bezeichnung versteht man in der Regel Schließsysteme, deren Schlüsseleinschnitte winkelförmig gefräst sind.

Korrosionsschutz
Schutzmaßnahmen gegen Rostbildung

Kupplungstechnik - normale Version
Die Normal-Kupplungstechnik ist eine Technik, die nur das wechselweise Schließen eines Doppelzylinders mit dem berechtigten Schlüssel erlaubt.

Kurbelfalle
Die Kurbelfalle ist eine zweigeteilte Falle, die im Fallenkörper gelagerte und unter der Stulpe abgestützte Kurbel zieht die Falle durch Druck auf die Kurbel in das Schlossgehäuse zurück.

M


Magnetsysteme
Zylindersystem bei dem anstatt von mechanischen Stiften und entsprech-
enden Schlüsseleinschnitten werkseitig hergestellte im Schlüssel integrierte Magnetplatten den Zylinder entsperren.

Maueranker
Befestigungsmittel für hochfeste Verbindungen, z. B. bei Panzerriegeln

Mechatronisch (-er Zylinder)
Sind mechanische und elektronische Sicherheitsmechanismen kombiniert. Nur wenn mechanische und elektronische Codierung stimmen, kann der Zylinder betätigt werden. Mechatronische Zylinder sind jederzeit, also auch nachträglich, mit mechanischen Schließanlagen kombinierbar.

Mehrfachverriegelung
Türverschluss mit mehreren Verriegelungspunkten

Messingschlüssel
Ein Messingschlüssel ist ein Zylinderschlüssel aus einer Kupfer- und Zinklegierung.

Mindermengenzuschlag
Zuschlag für Kleinbestellungen unter 11 Zylindern bei Erweiterungen von Schließanlagen. Der Zuschlag wird bei den meisten Herstellern in Höhe von 30 % auf die Endpreise aufgeschlagen.

Motorzylinder
Motorischer Antrieb von Schließzylindern, um eine automatische oder zeitgesteuerte Öffnung / Verschluss von Schlössern aller Art zu realisieren. Die Systeme sind mit einer externen Steuerung neben der Tür für Zutrittskontrollanlagen sehr gut geeignet.

N


Nachschließsicherheit
Die Nachschließsicherheit ist der Grad der Erschwerung, den Schließzylinder mit einem anderen als dem zugehörigen Schlüssel zu betätigen.

Nachschlüssel
Nachschlüssel bezeichnet die Kopie eines Schlüssels.

Neubautenschlüssel (Meßschlüssel)
Ein Neubautenschlüssel ist ein Meß- und Bindungswerkzeug, mit dem man einerseits die Zylinderlänge bestimmen und andererseits das Schloss ohne eingebauten Zylinder betätigen kann.

Neusilberschlüssel
Hierunter versteht man einen verschleißarmen Zylinderschlüssel aus einer Kupfer-, Nickel-, Blei- und Zinklegierung.

Not- und Gefahrenfunktion
Aufschließen der Tür von außen möglich, auch wenn innen der Schlüssel steckt.

O


Olive
Olive ist der Fachausdruck für Fenstergriff.

Ovalzylinder (Doppelzylinder)
Ovalzylinder sind als Doppelzylinder zweiteilige Schließzylinder (Innen- und Außengehäuse) mit ovalem Gehäuseprofil, die durch Verbindungsstangen miteinander arretiert werden.

Ovalzylinder-Riegelschlösser
Hierbei handelt es sich um einteiligen Schließzylinder mit integriertem Rundriegel (verschiedene Längen), der über ein Zahngetriebe betätigt wird. Sie bedürfen keines separaten Schlosskastens.

P


Panzerriegel
Wirkungsvolle Schutzmaßnahme für Türen. Sowohl die Öffnungs- als auch die Bandseite der Tür werden massiv geschützt. Panzerriegel haben eine hohe Abschreckung. Es sind Modelle für Haustüren, sowie Kellertüren erhältlich.

Panzerring
Der Panzerring ist ein Stahlring, aufgesetzt auf den Zylinderkörper, der das Herausziehen des Zylindergehäuses durch Arretierung auf der Rückseite des Sicherheitsbeschlages verhindert (gleichzeitig Durchschlagschutz).

Parazentrisches Profil
So bezeichnet man Schlüsselprofile, deren Profilnuten die Mittelachse des Schlüssels mindestens zweimal berühren oder überschreiten.

Partnerschlüssel
Als Partnerschlüssel bezeichnet man zweigeteilte Schlüssel, die zum Öffnen bzw. Schließen gemeinsam in den Schlüsselführungskanal eingesteckt werden müssen. (Zwei-Personen-Zwangsschließung).

Patentschutz
Patentschutz ist das Schutzrecht für den Inhaber des Patentes gegen die wirtschaftliche Nutzung seiner Erfindung während der Patentlaufzeit durch dritte. Die Patentlaufzeit beträgt in Europa 20 Jahre, beginnend mit der Anmeldung.

Picking
Bezeichnet das "intelligente Öffnen" von Schließmechanismen mit Spezialwerkzeugen.

Pfand- oder Kassenschloss
Hierunter versteht man Spezialschlösser zum Aufnehmen von Münzen oder Kunststoffchips, die durch Eingabe derselben einen Verschluss über den Schlüssel ermöglichen. Beim Öffnen mit dem Schlüssel wird die Münze oder der Kunststoffchip wieder freigegeben.

Plättchenzuhaltungen
Plättchenzuhaltungen sind gefederte, einteilige, plättchenförmige Zuhaltungen.

Q


Querriegel
- siehe Panzerriegel -

R


Rauchmelder
Akustischer Alarmgeber bei Entstehung von Rauch.

Riegel
Verschlusselement bei Schlössern.

Rosette
- siehe Schutzrosette -

Rundzylinder (Doppelzylinder)
Rundzylinder sind als Doppelzylinder zweiteilige Schließzylinder (Innen- und Außengehäuse) mit rundem Gehäuseprofil, die durch Verbindungsstangen miteinander arretiert werden.

Rundzylinder mit Außengewinde
Rundzylinder mit Außengewinde sind Halbzylinder, die mit Ihrem Außenge-
winde in ein spezielles Schloss verschraubt werden.

S


Schließanlage
Was ist eine Schließanlage?
Eine Schließanlage besteht aus mehreren Schließzylindern, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, nämlich gleich geordnet • übergeordnet • untergeordnet. Die Schließanlage ist Organisationsmittel, das heißt: sie "verwaltet" die Eingänge eines Gebäudes. Die Schließanlage ist Sicherungsinstrument, das heißt: durch sie ist festgelegt, wer welche Räume betreten darf. Die Schließanlage steht für Komfort, das heißt: die Nutzer können mehrere Türen mit einem Schlüssel schließen. Je nach Anlagenart lassen sich die Schließfunktionen bündeln und exakt zuordnen. Die Schließanlage steht für Vielseitigkeit, das heißt: nicht nur Eingangstüren, auch Briefkästen, Schreibtisch- oder Vorhangschlösser können in die Anlage integriert sein. Zu allen Schließanlagen und zu jedem hochwertigen Einzelzylinder erhält der Besitzer eine Sicherungskarte mit Magnetstreifen. Hier sind die wichtigsten Daten zu seinem Schließsystem gespeichert. Nur mit dieser Karte kann der Besitzer bei seinem Fachhändler Schließzylinder oder Schlüssel nachbestellen. Auf diese Weise gibt es eine Kontrolle, welche Schlüssel für die Anlage gerade im Umlauf sind. Das trägt wesentlich zur Sicherheit der Anlage bei.

Schließbart / Schließnase
Der Schließbart ist der Teil eines Zylinders, der über das Drehen des Schlüssel, die Zuhaltungen und das Riegelwerk des Schlosses betätigt. Ggf. Betätigt der Schließbart auch andere Funktionselemente, z.B. elektrische Schalter bei Aufzügen.

Schließbart- / Schließnasen-Stellung
Der Schließbart von Profilzylinder steht normalerweise auf ca. 190 Grad. Hierdurch wird erreicht, dass der Zylinder nur mit dem passenden Schlüssel montiert und demontiert werden kann. Für bestimmte Anforderungen und vor allem für Schlüsselschalter sind andere Schließbart-Stellungen erforderlich. Bei Doppelzylindern muss dies gesondert bestellt werden, Halbzylinder haben in den meisten Fällen eine 8-fach verstellbare Schließnase.

Schließblech
Das Schließblech ist das Element zur Aufnahme von Falle und Riegel des Einsteckschlosses.

Schließplan
Der Schließplan erfaßt alle Positionen einer Schließanlage, in der Hauptsache: Raumbenennung, Schlüsselnummer, System-Typ-Bezeichnung, Schließzylinderlängen,Schließzylinderfärbungen, Funktionsschema Schlüssel/Zylinder, Anzahl der Schließzylinder und der Schlüssel.

Schließung
Die Schließung ist eine für einen bestimmten Schließzylinder festgelegte Anordnung von Schlüsseleinschnitten bzw. Schlüsselbohrungen.

Schließzylinder Funktion
Durch das Einführen des passenden Schlüssels in den Schlüsselkanal des Zylinderkernes werden die Sperrorgane des Schließzylinders, die Stiftzuhaltungen [bestehend aus Kernstiften, Gehäusestiften und Druckfedern], auf eine Ebene gedrückt und geben dann eine Trennebene zwischen Zylinderkern und Zylindergehäuse frei. Dadurch kann der Zylinderkern mit dem eingeführten Schlüssel gedreht werden. Über den Schließbart des Zylinders wird das Riegelwerk des betreffenden Schlosses betätigt und somit die Tür, das Fenster etc. entriegelt. Bei abgezogenem Schlüssel werden die Stiftzuhaltungen durch die Druckfedern bis an das Bohrungsende des Zylinderkernes gedrückt, so daß sie den Zylinderkern und das Zylindergehäuse verriegeln und daher das Drehen des Zylinder-
kernes (und damit die Betätigung des Riegelwerkes) nicht möglich ist.

Schloss
Allgemeiner Begriff für Sicherungen.

Schlossnuss
Dient zur Aufnahme des Türgriff-Vierkants bei Einsteckschlössern.

Schlüsselbohrung
Schlüsselbohrungen werden in der Hauptsache bei Wendeschlüssel-
systemen auf beiden Flachseiten des Schlüssels aufgebracht, deren Anzahl und Einbohr-Tiefen mit den Zuhaltungen (oft auch mit Profil-Kontrollstiften) des zugehörigen Schließzylinders abgestimmt sind.

Schlüsseleinschnitt
Schlüsseleinschnitte sind im Regelfall Kerben an der Schmalseite des Schlüssels, deren Anzahl und Einschnitt-Tiefen mit den Zuhaltungen des zugehörigen Schließzylinders abgestimmt sind.

Schlüsselfang
So bezeichnet man die trichterförmige Anfräsung des Zylinderkernkopfs zur leichteren Einführung des Schlüssels in den Zylinderkern.

Schlüsselkanal
Der Schlüsselkanal ist die Öffnung im Schließzylinderkern für die Aufnahme des Schlüssels.

Schlüsselprofil
Das Schlüsselprofil beschränkt den Satz von Schlüsseln, die in den Zylinderkern eingeführt werden können. Einzelzylinder außerhalb von Schließanlagen und Einzelzylinder ohne Sicherungskarte werden im so genannten Normalprofil geliefert. Rohschlüssel in diesem Profil sind im Fachhandel allgemein erhältlich.

Schlüsselrohlinge
Schlüsselrohlinge sind nicht eingeschnittene bzw. nicht gebohrte, aber mit dem Grundprofil ausgestattete Schlüssel.

Schmalrahmenbeschlag
Schmaler Beschlag für in der Regel Metalltüren (Rohrrahmen-Türen).

Schutzbeschlag
Schutzbeschlag nach DIN 18257 gegen gewaltsame Angriffe, in der Regel mit Kernziehschutz

Schutzrosette
Kleinere Schutzummantelung des Türzylinders (rund oder eckig), falls ein Schutzbeschlag nicht montiert werden kann.

Schweizer-Zylinder
Schweizer -Zylinder sind einteilige Rundzylinder mit rundem Gehäuseprofil und Befestigungsnocken am unteren Gehäuseteil zur Aufnahme der Befestigungsschraube, z.B. der Stulpschraube.

Semi-Ideallinie
Ist eine Fertigungstechnik der Schlüssel zur Optimierung der Schlüsseleinführung.

Sicherungskarte
Für jede Schließanlage oder Sperrschließung wird eine Sicherungskarte im Scheckkartenformat oder in Papierform geliefert. Die Sicherungskarte ist Legitimation bei Nachbestellungen von Schlüsseln und Zylindern. Sie muss dem Fachhändler vorliegen um Nachbestellungen auszuführen und auch um Schließpläne und Datendisketten für eine EDV Schließanlagenverwaltung zu bestellen. Hierbei handelt es sich um den Ausweis des Eigentümers von Schließanlagen oder codierten Einzelschließungen. Sie dient als Berechtigungsnachweis für Ersatzbestellungen beim Hersteller.

Sperrleiste
Sicherungselement, in Längsrichtung des Zylinderkerns gelegen. Sie wird bei falschem Schlüssel entweder durch die Variations-Sperre oder Tast-Sperre blockiert und verhindert dadurch das Schließen des Zylinders.

Sperrschließung
Funktion innerhalb von Schließanlagen, für Zylinder die z.B. nur vom GHS geschlossen werden, um Türen immer offen oder geschlossen zu halten. Diese Funktion wird häufig für Türen mit Zutrittskontrolle genutzt, um hier nur im Notfall mechanisch schließen zu können und damit das Zutrittskontrollsystem zu unterlaufen.

Stahlschlüssel
Hierbei handelt es sich um einen Zylinderschlüssel aus Stahl mit einer meist vernickelten Oberfläche.

Staubkappe
Verschluss des Zylinders Außen über eine bewegliche Kappe, um bei besonderen Einsatzgebieten einen Schutz vor Staub und Feuchtigkeit zu realisieren.

Stiftzuhaltungen
Eine Stiftzuhaltung ist eine aus Kernstift, Gehäusestift und Stiftfeder bestehende Zuhaltung, die die Drehung des Zylinderkerns im Zylindergehäuse nur zulässt, wenn der zum Schließzylinder gehörende Schlüssel eingeführt ist, und dabei Kernstifte und Gehäusestifte so verschiebt, dass die Stifte die Trennungsebene zwischen Kern und Gehäuse freigeben.

Stulp
Sichtbarer Teil des Einsteckschlosses beim Öffnen der Türe.

T


Tast-Sperre
Zusätzliches Sicherungselement im Zylinderkern eines Zylinders. Blockiert bei falschem Schlüssel die Sperr-Leiste und verhindert dadurch das Schließen des Zylinders.

Technischer Hauptschlüssel
Der Technische Schlüssel gestattet es externen Servicediensten nur die entsprechenden technischen Räume zu betreten. Der Zugang zu anderen Räumen oder Wohnungen innerhalb des Gebäudes ist nicht möglich.

Türblatt
Größtes Bauteil der Tür (Platte).

Türdrücker
Anderes Wort für Türgriff.

Türöffner (e-Öffner)
Elektromechanisches Sperrelement

Türrichtungen
Links auswärts und rechts einwärts= DIN links
Rechts auswärts und links einwärts= DIN rechts

Türschließer
Automatische Verschlusshilfe

V


VDS
Verband der Schadensversicherer e.V. mit Sitz in Köln. Privatrechtlicher Verein, dem die meisten Sachversicherer angeschlossen sind. (www.vds.de)

Vorhängeschlösser
So bezeichnet man Schlösser mit Bügel oder Bolzen zum Verschluss von z.B. Türen, Rollläden, Behältnissen mit entsprechenden Ösen zur Aufnahme der Bügel oder Bolzen.

W


Warenzeichenschutz
Der Warenzeichenschutz ist ein zivil- und strafrechtlicher Schutz der eingetragenen Warenzeichen. Der Schutz dauert 10 Jahre und kann um weitere 10 Jahre verlängert werden.

Wechselgarnitur
Beschlag mit Türgriff und Türknauf.

Wendeschlüsselsysteme
Sind in der Regel Systeme, deren Schlüssel beidseitig spiegelbildlich gebohrt sind und die das Schlüsseleinführen in zwei Schlüssellagen erlauben.
Man unterscheidet dabei Schließsysteme mit vertikaler und horizontaler Schlüsselführung.

Z


Zarge
Die Zarge ist der Rahmen, in dem eine Tür eingefasst ist und an der das Schließblech montiert wird.

Zentral-Hauptschlüsselanlage (Z-HS-Anlage)
Sie ist eine Kombination aus mehreren Zentral-Schlossanlagen. Das Prinzip lautet hier genauso wie bei der Zentral-Schlossanlage. Zusätzlich gibt es einen Hauptschlüssel, der die zentralen Türen und Einrichtungen sowie alle technischen Versorgungsräume schließt. Dieser Hauptschlüssel funktioniert jedoch nicht an den einzelnen Wohnungstüren. Anwendungsbereiche einer Zentral-Hauptschlüsselanlage sind Wohnsiedlungen oder große, aus mehreren Gebäuden bestehende Miet- und Eigentumswohnanlagen.

Zentral-Schlossanlage (Z-Anlage)
Sie kommt dann zum Einsatz, wenn in einem Haus einzelnen Personen zugeordnete Türen und gleichzeitig allen Hausbewohnern zugeordnete (=zentrale) Türen zu schließen sind. Das Prinzip lautet: Mehrere einzelne Personen können eine oder mehrere zentrale Türen (z.B. die Hauseingangstür) schließen. Der einem Bewohner zugeordnete Schlüssel darf allerdings keine Türen schließen, die einem Mitbewohner zugeordnet sind. Alle Bewohner können aber die zentralen Türen und Einrichtungen schließen, z.B. Hauseingangstür, Tiefgaragen- und Kellertür. Anwendungsbereiche einer Zentral-Schlossanlage sind Mehrfamilienhäuser, Miet- und Eigentumswohnanlagen oder Wohnheime.

Ziehschutz
Zusätzliches Ausstattungsmerkmal bei Zylindern, um das ziehen eines Zylinder z.B. mit sog.“ Korkenziehermethode“ wirksam zu verhindern. Häufig wird dieser Ziehschutz bereits in den Sicherheitsbeschlägen mit kompletter Zylinderabdeckung realisiert.

Zusatzschloss
Unter Zusatzschoss versteht man jegliche Art von nachrüstbaren Sicherheitsschlössern für Fenster, Fenstertüren und Türen

Zylinderabdeckung
Zusätzliches Sicherungselement im Schutzbeschlag. Schützt die Außenseite (=Angriffsseite) des Schließzylinders vor dem Aufbohren und Abbrechen.

Zylinderfärbung
Farbliche Ausführung des vor allem sichtbaren Teils eines Profilzylinders. Standard ist messing matt vernickelt, aber sind auch Zylinder in Messing poliert, verchromt, brüniert oder RAL lackiert erhältlich.

Zylinderlänge
Die bekannte Standardzylinderlänge beträgt je Seite 30 bis 31 mm bei einer Gesamtlänge beim Doppelzylinder von 60 mm. Bei einigen Systemen sind kürzere Zylinder und asymmetrische Zylinder bis 27 mm auf einer Seite möglich. Ab der Grundlänge 30 mm sind die Schließzylinder dann je Seite in 5 mm Sprüngen verlängerbar. Gemessen wird wie nachfolgend beschrieben, möglichst die Außenseite zuerst.

Zylinderverlängerung
Hierunter versteht man die stufenweise Anpassung der Zylinderlängen an die jeweiligen Türstärken in Verbindung mit den Beschlägen.

Zylinderüberstand
Gemäß DIN darf der Zylinderüberstand bei Türen max. 3 mm betragen. Falls aufgrund der Türstärken ein Kürzerer Zylinder als die Grundlänge des entsprechenden Systems erforderlich wäre, muss der Überstand mittels Schutzbeschlägen ausgeglichen werden.

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